Karmel St.Josef

Der Prophet ElijaSpiritualität

Leitbilder für uns Karmelitinnen sind der große Prophet des Ersten Bundes, Elija

"Gott lebt und ich stehe vor Seinem Angesicht!"

und das schlichte, verborgene Leben der lieben Gottesmutter Maria zu Nazareth

"Mir geschehe nach Deinem Wort!"

Der innere Kern unserer Berufung ist: unserem Herrn Jesus Christus gleichförmig zu werden. Unsere hl. Regel gestaltet uns, soweit sie Härten enthält, durch Arbeit, Buße, Leiden, welche sie uns bringt und mancherlei Entäußerungen, die daraus folgen, dem gekreuzigten Christus gleich. (Sr. Marie de Jesus)
 

Tag und Nacht im Gesetz des Herrn betrachten

und im Gebet wachen

[Karmelregel]


Unser kontemplativ-kirchliches Leben führen wir nach dem Ideal unserer Mutter und Reformatorin TERESA von JESUS in ausgewogenem Wechsel von Zurückgezogenheit und Stille einerseits und einem frohen Gemeinschaftsleben andererseits; in einer Gemeinschaft also, die dem kleinen 'Kollegium Christi' - Jesus und seine 12 Apostel - nachgebildet ist.

Den Lebensunterhalt verdienen wir uns in erster Linie mit dem Hostien-Backen. Soweit darüber hinaus Zeit und Talente vorhanden sind, werden Kerzen verziert, Skapuliere und kirchliche Stickereien verfertigt. Zudem bearbeiten die Schwestern ihren Gemüse- und Obstgarten und stellen die gesamte Ordenskleidung selbst her.

Skapulier-Madonna
Warum ist es im Karmel so schön?

Weil er voll ist der Liebe einer Mutter!
(P. Innozenz)


Salzburg, St. Peter, Herz-Jesu-Fest 1998

Darum leben wir in Einsamkeit und Schweigen in strenger Klausur als Einsiedlerinnen  wie die ersten Eremiten auf dem Berg Karmel, von wo -  von der "Quelle des Elija" - auch der Grundstein unseres Karmels stammt, den Papst Johannes Paul II. anlässlich seines Besuches in Salzburg am Herz-Jesu-Fest 1998 (19. Juni) geweiht hat.


Jetzt fangen wir an; man schaue darauf,
immer anzufangen, von Guten zum Besseren.
(Teresa v. Jesus)

Karmelkapelle KarmelkapelleWenn eine Gemeinschaft Eucharistie feiert, ...
das Wort Gottes verkündet und das Gotteslob singt, ...
dann erneuert sie sich ...
und arbeitet wirksam
am Kommen des Reiches Gottes mit.

(Konstitutionen 65)
Bei den ... liturgischen Feiern soll ... dem heiligen Schweigen und dem Gespür für die Gegenwart Gottes... Raum gegeben werden.(Konstitutionen 65)

Die Liturgie ist der Gipfel,
dem das Tun der Kirche zustrebt

und zugleich die Quelle,
aus der all ihre Kraft strömt.

(II. Vatikanum) 

Das Leben einer Karmelitin ist die Vereinigung mit Gott vom Morgen bis zu m Abend und vom Abend bis zum Morgen. Würde Er nicht unsere Zellen und unsere Gänge erfüllen, wie wäre alles so leer! Aber durch alles hindurch sehen wir Ihn, denn wir tragen Ihn in uns, und unser Leben ist ein vorweggenommener Himmel. Ich bitte den lieben Gott, dich all diese Geheimnisse zu lehren.

(Elisabeth v.d. Dreifaltigkeit)

Chorgebet
Schwesternchor

 

Das rein kontemplative Apostolat, dem sich nach dem Willen Teresas ihre Töchter widmen sollen,

und das jede Form aktiven Apostolats ausschließt, ist das Apostolat des Gebetes und der Hingabe

mit der Kirche und für die Kirche.

Wenn sie es ausüben, dann "kämpfen sie in der Einsamkeit für die Ehre Gottes", ausgerichtet auf die Kirche, ... an deren belebender und bedrückender Last sie als wahre Töchter mittragen.

Inneres Gebet ist, so meine ich, nichts anderes, als ein Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft und gerne zusammenkomen, um mit ihm zu reden, weil wir sicher sind, dass er uns liebt. (Teresa von Jesus)
Tabernakel MonstranzOrgel
Nichts bringt die Liebe
des göttlichen Herzens
mehr zum Ausdruck
als die Eucharistie: Da ist Er in unsund wir sind in Ihm.
(Elisabeth v. d. Dreifaltigkeit)

Vergiss die Geschöpfe,
denk an den Schöpfer,
von draußen lass nichts herein
und lieb den Geliebten in Frieden!
(Johannes vom Kreuz) 

Indem sie Gott das Lob darbringen
stehen sie im Namen der Mutter Kirche
vor dem Throne Gottes
(Liturgie-Konstitution 85)

Gästetrakt

Gästekapelle

"Kommt ein wenig abseits und ruht euch aus!" (Mk 6,31)

Unser Gästetrakt mit der Anbetungskapelle.

Hier möchten wir Menschen die Möglichkeit zur Einkehr bieten, wo sie in Einsamkeit und Stille und in wunderschöner Umgebung zu sich und zu Gott finden können.

Stiftungsaltar

Kreuzweg

Im Geist der Regel muss das Gebet ... die gesamte Existenz durchdringen, damit es zu einem Wandel in der Gegenwart des lebendigen Gottes wird. So soll das gesamte Leben zu einem Gebet werden.
(Konstitutionen 61)
Sie sieht Ihn an: er trägt den Baum der Schmach.
Der Weg begann, sie geht ihn wortlos nach.
So geht das Mutterschaf mit seinem Lamme.
Und tief und tiefer drückt das Kreuz den Mann ...
Da hebt er still sich unterm schweren Stamme
und sieht sie an ...
(Ruth Schaumann)