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Datum: Mittwoch, 15. November 2017
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Sonntagsevangelium

Als Einstimmung auf den Sonntag finden Sie bei uns wöchentlich das aktuelle Evangelium. Eine Möglichkeit zur Vertiefung bieten die "Gedanken zum Sonntag" mit weiterführenden Reflexionen und Texten zum jeweiligen Evangelium.

33. Sonntag im Jahreskreis A (19. November 2017)

Evangelium des Matthäus 25, 14 – 30

 

14 Das Himmelreich gleicht auch folgender Geschichte: Ein Mann wollte verreisen. Er rief seine Sklaven zusammen und teilte sein Barvermögen unter sie auf. 15Dem einen gab er fünf Talent, dem andern zwei, dem dritten eines, jedem nach seinen Fähigkeiten. Dann reiste er ab. Sogleich  16 machte sich der, der die fünf Talent erhalten hatte, auf, handelte damit und gewann fünf dazu,  17 ebenso gewann der, der die zwei hatte, zwei dazu.  18 Der aber, der das eine erhalten hatte, ging hin, grub ein Loch und verbarg das Geld seines Herrn. 19 Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und rechnet mit ihnen ab.  20 Und der, der die fünf Talent erhalten hatte, trat vor und brachte fünf weitere Talent und sagte: Herr, fünf Talent hast du mir anvertraut; fünf Talent habe ich dazugewonnen.  21 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du bist ein guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, vieles will ich dir anvertrauen. Du kannst dich freuen über das, was dein Herr für dich bestimmt hat. 22 Da trat auch der mit den zwei Talent vor und sagte: Herr, zwei Talent hast du mir anvertraut; zwei Talent habe ich dazugewonnen. 23 Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du bist ein guter und treuer Knecht!  Weil du mit dem wenigen zuverlässig gewirtschaftet hast, will ich dir viel anvertrauen. Ich will dir die Herrschaft über viele Güter geben. Du kannst dich jetzt freuen über das, was dein Herr für dich bestimmt hat. 24 Da kam auch der, der das eine Talent erhalten hatte, und sagte: Herr, ich wusste von dir, dass du ein harter Mensch bist. Du hebst ab, wo du nichts eingezahlt hast, und du sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast. 25 Aus Angst vor dir, ging ich hin und verbarg dein Talent in der Erde; da hast du es zurück!  26 Da antwortete ihm sein Herr: Du untauglicher und fauler Sklave! Du hast gewusst, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe?  27 Du hättest wenigstens mein Geld zur Bank bringen können und ich hätte bei meiner Rückkehr das Meine mit Zinsen zurückerhalten.  28 Zu den Umstehenden sagte er: Nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talent hat.  29 Ja! Jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird haben im Überfluss; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen werden, was er hat.  30 Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis wo alle heulen und vor Schmerz mit den Zähnen knirschen.

Text in Anlehnung an NT-Übersetzung von Klaus Berger und Christiane Nord

 

 

Gedanken zum Sonntag, Innsbruck

Liebe Weggefährten/liebe Weggefährtinnen im Glauben!

 

Im 13. Jh. wirkte auf der Wartburg in Eisenach Königin Elisabeth. Um 1225 gab es eine furchtbare Hungersnot.
Elisabeth entschied: "Es geht nicht an, dass ich in Fülle leben kann und andere verhungern." Sie wählte
den Weg des Teilens und ging zu zu Hungernden. Eine Legende mit viel Weisheit erzählt, dass ihr Mann,
der Elisabeths Großzügigkeit zuerst nicht mittragen wollte, sie zur Rede stellte.
Was entdeckte er zu seinem Staunen in Elisabeths Brotkorb?

Rosen.

Ein Lied im Neuen Gotteslob bringt es so in Wort und Melodie:
"Wenn das Brot, das wir teilen als Rose blüht ... dann wohnt GOTT schon in unserer Welt."

Jesus erzählt im Gleichnis vom Gutsherrn, der seinen Sklaven sein Vermögen anvertraut.
Zwei vermehren das Anvertraute, einer vergräbt es aus Angst.
Das Himmelreich ereignet sich dort, wo wir das uns Anvertraute vermehren und teilen.

Vergraben und Horten führt in Bitterkeit und Stress:
Wer festhält verliert sich im Misstrauen und Geiz.

Ein Segen sind Menschen, die das ihnen Anvertraute - Begabungen, Lebenschancen, finanzielle Sicherheiten -
vermehren und teilen.

Dort blühen die Rosen des Himmelreiches.

Mögen wir dankbar sein für alles was uns anvertraut ist und frei werden es zu teilen.
Das wünschen sich und Euch Albert und Petra Maria.

 

 

 

 

 

Einfach weiterdenken...

Ich stelle mir vor „Ich bin der Sekretär des Herrn und erlebe das Verteilen des Vermögens und die Vorladung der Sklaven nach dessen Rückkehr.“

Was stört mich am Verhalten des Herrn? Was bewundere ich an ihm? Worüber bin ich bei den Sklaven erstaunt? Finde ich etwas ungerecht?

Kenne ich ähnliche Vorgehensweisen in meinem Lebensumfeld? Bei mir?

Talent: Vermögen im Wert von 30 kg Silber. Ein typisches Segelboot kostete 1 Talent.

 

Die innere Botschaft...

Der Herr verteilt 8 Talente. 8 steht für den Tag der Neuschöpfung. Die Chance ist gegeben. Der erste Sklave erarbeitet zusätzlich 5. 5 steht für den Buchstaben „he“. Der zweite Sklave erarbeitet 2 zusätzlich. Der erste und zweite zusammen bringen 7 hinzu. 7 steht für den Buchstaben „saijin“. „Saijin“ steht für Entscheidung. „He“ findet sich im Gotteszeichen. Also: Im Engagement der zwei Sklaven geht es um eine Entscheidung und ereignet sich GOTT im Irdischen. Am Ende sind 11 und 4 Talent vorhanden, also 15. Der Querwert von 1 und 5 beträgt 6. Das Zeichen dafür ist das waw, das Himmel und Erde verbindet. Die Botschaft aus allem: „Nütze die Chance! Entscheide dich!“

Die drei Sklaven... allen wird entsprechend ihrer Begabung Vermögen anvertraut; es  gibt keinen Auftrag des Herrn an sie; die ersten zwei vermehren aus freier Entscheidung das ihnen Anvertraute; der dritte Sklave hortet aus Angst vor dem Herrn.

Wo begegne ich diesem unterschiedlichen Verhalten in meiner Lebenswelt? Welcher Art neige ich selber mehr zu?

Was uns anvertraut ist...

Gen 1,27: Gott hat mich geschaffen als sein Abbild. Jeder Mensch ist ein GOTT-begabtes Wesen. Dasselbe gilt von Jesus. Paulus bringt es in Phil 2 so ins Wort „Er war GOTT gleich, hielt aber nicht daran fest, wie GOTT zu sein, sondern wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.“

Anvertraut sind uns auch „Lebensbegabungen und Charismen“: „Jedem/jeder werden Gnadengaben geschenkt –  z. B. Weisheit – Erkenntnis -   Glaubenskraft – Krankheiten heilen – Unterscheidung –, damit sie auch anderen dienen.“

Weil du mit dem wenigen zuverlässig gewirtschaftet hast, will ich dir viel anvertrauen. Ich will dir die Herrschaft über viele Güter geben. Du kannst dich jetzt freuen über das, was dein Herr für dich bestimmt hat. ...  den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis wo alle heulen und vor Schmerz mit den Zähnen knirschen.

Was uns anvertraut ist, kann durch uns für andere und für uns selber zum Segen werden. Was jemand vergräbt und hortet bringt „Stress“. Es ist bekannt: Wer unbewusst in der Nacht mit den Zähnen knirschen muss steht unter Stress.

Wo spüre ich für mich selbst und für andere den Segen meiner Begabungen?

 

wurzelkraft

verschlungen und verstrickt

in reicher satter Erde

sehnt innig

nach entfaltung

will wachsen

sich vermehren

vertrauensvoll sich geben

im blütenmeer der liebe

dem ruf des lebens folgen

 

petra unterberger

Die nächsten Termine

Christkönigssonntag - Pontifikalamt in der Stiftskirche
Das Pontifikalamt am Christkönigssonntag wird musikalisch von der Capella Wilthinensis gestaltet. Gespielt werden Orgelwerke von Max Reger. Wir laden Sie herzlich zur Mitfeier des Gottesdienstes ein.
Datum: Sonntag, 26. November 2017
Beginn: 10:30 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

Christkönigsonntag - Feierliche Vesper in der Stiftskirche
Der Konvent feiert zum Abschluss des Christkönigssonntags eine Feierliche Vesper mit den Gläubigen in der Stiftskirche. Gespielt wird Musik für zwei Orgeln. Wir laden Sie herzlich zur Mitfeier ein.
Datum: Sonntag, 26. November 2017
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Stiftskirche Wilten, Innsbruck

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